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Übersetzer-Stundensatz und Normzeilenpreis kalkulieren

Stundensatz, Normzeile oder Wortpreis? So rechnest du JVEG-Honorare, BDÜ-Werte und CAT-Tool-Rabatte in einen tragfähigen Preis um.

Pascal Jordin 15.04.2026 9 Min. Lesezeit
Übersetzer-Stundensatz und Normzeilenpreis kalkulieren

Stundensatz, Normzeile oder Wortpreis — was zählt wirklich?

Der Stundensatz ist deine Innenrechnung, Normzeile und Wortpreis sind die Fakturierungsformen. Deutsche Auftraggeber erwarten in der Regel Normzeilen mit 55 Anschlägen im Zieltext. Englischsprachige Kunden arbeiten fast immer mit Wortpreisen im Ausgangstext. Wer als Übersetzer sauber kalkulieren will, muss alle drei Größen beherrschen und ineinander umrechnen können — sonst verliert man an jeder dritten Anfrage Marge.

Dieser Beitrag zeigt dir die Mathematik dahinter, die Untergrenzen aus dem JVEG, die Bandbreite aus dem BDÜ-Honorarspiegel und — am wichtigsten — was CAT-Tools wie Trados oder memoQ an deiner billable Zeilenzahl ändern. Am Ende weißt du, wie du deinen Stundensatz als Anker nimmst und daraus Zeilen- und Wortpreise ableitest, die auch mit Match-Rabatten noch deine Rechnung tragen.

Die Normzeile — 55 Anschläge, kein DIN-Stempel

Die Normzeile ist die klassische Abrechnungseinheit in DACH. Ihr Umfang beträgt 50 bis 55 Anschläge inklusive Leerzeichen, in manchen Definitionen auch 40 Schriftzeichen ohne Leerzeichen. 30 Normzeilen ergeben eine Normseite. Das klingt präzise, ist es aber nicht: Weder die ungültige DIN 2345 noch die fakultative EN 15038 geben einen verbindlichen Zeilenumfang vor. Die 55 Anschläge sind Branchenkonvention — und genau deshalb wichtig, weil sie im JVEG als Bezugsgröße verankert sind.

Abrechnungsarten für Übersetzungen im Vergleich

Einheit, Zählmethode und typischer Einsatzbereich

KriteriumNormzeileWortpreisStundensatz
Einheit55 Anschläge1 Wort1 Stunde
ZählmethodeZieltextAusgangstextArbeitszeit
Typischer MarktDACHEnglisch / RomanischRevision, Beratung
Preisspanne1,55–2,30 €0,10–0,20 €50–80 €
Gesetzliche Basis§ 11 JVEGkeinekeine
EinsatzfeldFachtexte, JustizAgenturen internationalLektorat, Projekt
Faustregel: 55 Anschläge ≈ 8 Wörter. Ein Stundensatz lässt sich über die Produktivität in Zeilen- und Wortpreis umrechnen.

Zielsprache zählt, nicht Ausgangstext

Die deutsche Praxis rechnet nach der Zielsprache ab. § 11 JVEG hält das ausdrücklich fest: Maßgeblich ist die Anzahl Anschläge im übersetzten Text. Nur wenn der Ausgangstext ausschließlich lateinische Schriftzeichen verwendet, darf die Ausgangssprache gezählt werden. Im freien Markt gilt dieselbe Logik. Das hat einen praktischen Grund — Deutsch ist typischerweise 10 bis 20 Prozent länger als Englisch. Wer eine englische Vorlage ins Deutsche übersetzt, verkauft also etwas mehr Zeilen als der Ausgangstext hergibt. Das ist kein Betrug, sondern der branchenübliche Ausgleich für das, was du tatsächlich tippst.

Normzeile vs. Normseite

Kurz zur Abgrenzung: Die Normzeile hat 55 Anschläge, die Normseite in der Übersetzungsbranche enthält 30 Normzeilen. Belletristische Übersetzungen — also Bücher und Literatur — rechnen oft nach einer anderen Normseite: 30 Zeilen à 60 Anschläge. Das ergibt zwar rechnerisch mehr Text pro Seite, aber die Konvention ist historisch gewachsen. Für technische und juristische Übersetzungen bleibst du bei 55 Anschlägen.

JVEG-Honorare — was Gerichte zahlen müssen

Wenn du als Übersetzer für Gerichte arbeitest, gilt § 11 JVEG. Das Gesetz schreibt eine Staffel vor, und die ist ziemlich einfach zu merken: 1,95 Euro pro 55 Anschläge, wenn dir der Text in editierbarer elektronischer Form vorliegt. 2,15 Euro, wenn du eine nicht editierbare Vorlage bekommst (PDF-Scan, Faxkopie, handschriftlich). Das ist das Grundhonorar.

Kommt ein Schwierigkeitsgrund hinzu — viele Fachausdrücke, schwere Lesbarkeit, besondere Eilbedürftigkeit oder eine in Deutschland selten vorkommende Fremdsprache — erhöht sich die Staffel: 2,15 Euro Grundhonorar und 2,30 Euro erhöhtes Honorar. Und egal wie wenig übersetzt wird, das Mindesthonorar pro Auftrag liegt bei 20 Euro. Mehrere Texte aus demselben Auftrag werden einzeln berechnet, aber die 20-Euro-Schwelle gilt für den ganzen Auftrag.

Was das in der Praxis bedeutet

Rechne es einmal durch: 1,95 Euro pro Normzeile mal 30 Zeilen pro Seite ergibt 58,50 Euro für eine Normseite als JVEG-Untergrenze. Das ist die absolute Untergrenze des deutschen Markts für gerichtliche Übersetzungen. Alles darunter ist rechtlich gar nicht möglich. Wer also im freien Markt unter 1,55-1,60 Euro pro Zeile für Fachtexte angeboten bekommt, bewegt sich bereits deutlich unterhalb der staatlich festgelegten Justiz-Vergütung — ein gutes Signal, beim Angebot kritisch nachzuhaken.

BDÜ-Honorarspiegel — was der freie Markt bezahlt

Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) veröffentlicht regelmäßig einen Honorarspiegel. Wichtig: Das ist keine Preisliste, sondern eine anonyme Marktumfrage unter aktiven Fachübersetzern. Der Verband sammelt, was tatsächlich abgerechnet wird, und gibt dir eine Bandbreite — kein Solltarif.

Für dich als selbstständige Übersetzerin oder selbstständigen Übersetzer ist der Honorarspiegel trotzdem Gold wert. Du siehst, wo dein Sprachpaar liegt, welche Fachgebiete Aufschläge rechtfertigen und wie weit die Spanne zwischen „billig" und „professionell" wirklich auseinandergeht. Typisch für DACH-Fachübersetzer sind 50 bis 80 Euro pro Stunde. Recht, Medizin und Patentübersetzungen rangieren am oberen Ende — teils deutlich darüber, wenn Gutachten oder klinische Studien gefragt sind. Allgemeine Texte bewegen sich am unteren Rand.

Stundensatz-Spanne nach Fachgebiet

Orientierungswerte für Fachübersetzer in DACH, in Euro pro Stunde

Allgemeine Texte45–60 € · Median 52 €
40 €60 €80 €100 €
Technik & IT55–75 € · Median 65 €
Recht & Justiz65–85 € · Median 75 €
Medizin & Pharma70–95 € · Median 80 €
Beglaubigt / VereidigtMindestsatz 40–60 € pro Urkunde
Standard-Fachgebiete
Oberes Preissegment (Haftungsrisiko)
Pauschale pro Urkunde

Werte auf Basis von BDÜ-Marktumfragen. Strich in der Leiste markiert den Median.

Für Wortpreise zeigt der Spiegel eine große Spreizung je nach Sprachkombination: Fachtexte bewegen sich überwiegend zwischen 0,10 und 0,20 Euro pro Wort. Zeilenpreise im freien Markt starten für allgemeine Fachtexte bei etwa 1,55 bis 1,85 Euro, in spezialisierten Fachgebieten oft deutlich höher. Wer mit Direktkunden statt Agenturen arbeitet, hat zusätzlich Spielraum nach oben — Agenturen kalkulieren ihre Marge mit ein und geben entsprechend weniger an dich weiter.

CAT-Tools — wenn das Translation Memory die Rechnung ändert

Jetzt zum Punkt, an dem viele Kalkulationen kippen: CAT-Tools. Trados Studio, memoQ, Across, Déjà Vu, OmegaT, MetaTexis — alles computerunterstützte Übersetzung, nicht maschinelle. Der entscheidende Unterschied: CAT-Tools übersetzen nicht selbst. Sie merken sich, was du schon übersetzt hast (Translation Memory), pflegen Terminologie und zerlegen den Text in Segmente, die mit dem TM abgeglichen werden.

Match-Staffel und Rabatt-Logik

Jedes Segment bekommt eine Klassifizierung: Context Match (100-Prozent-Treffer plus passender Kontext), 100-Prozent-Match, Fuzzy 95-99 Prozent, Fuzzy 85-94 Prozent, Fuzzy 75-84 Prozent oder No Match. Agenturen rechnen diese Matches anteilig ab. Ein 100-Prozent-Match wird typischerweise nur mit 20-30 Prozent des vollen Zeilenpreises vergütet, ein 95-99-Prozent-Fuzzy mit 50-70 Prozent, ein 85-94-Prozent-Fuzzy mit 70-90 Prozent. Niedrigere Fuzzy-Stufen und No Match gehen zum vollen Preis.

CAT-Tool Match-Staffel und Rabatt-Logik

Wie Agenturen Translation-Memory-Treffer vergüten — typischer Anteil am vollen Zeilenpreis

Context Match
100 % + passender Kontext
15–20 %
100 % Match
exakte Übereinstimmung
20–30 %
Fuzzy 95–99 %
sehr hohe Ähnlichkeit
50–70 %
Fuzzy 85–94 %
moderate Überarbeitung
70–90 %
Fuzzy 75–84 %
starke Überarbeitung
90–100 %
No Match / Neu
keine TM-Übereinstimmung
100 %
~70 %
typische billable Quote bei aktivem TM
+30–50 %
Produktivitätsgewinn mit CAT-Tool
300–500
Wörter/Stunde mit CAT

Rabatte sind branchenüblich, aber nicht standardisiert. Bei Direktkunden ohne Agentur entfällt die Staffel meist.

Billable-Zeilen vs. Rohzeilen

Was das für dich heißt, zeigt die einfache Rechnung. Ein Projekt hat 1.000 Rohzeilen. Das TM liefert 200 Zeilen 100-Prozent-Match, 150 Zeilen 95-99-Prozent-Fuzzy, 150 Zeilen 85-94-Prozent-Fuzzy, der Rest No Match. Nach Agentur-Staffel bleiben davon vielleicht noch 700 billable Zeilen übrig — also 70 Prozent der Rohmenge. Genau das ist die Realität bei gut gepflegtem TM und Stammkunden mit ähnlichen Textsorten.

Produktivitätsgewinn als Gegenpol

Hier kommt die gute Nachricht: CAT-Tools machen dich schneller. Deutlich schneller. Erfahrene Übersetzer schaffen mit aktivem TM und sauberer Terminologie-Datenbank 300 bis 500 Wörter pro Stunde bei repetitiven Fachtexten — ohne Tool sind es eher 250 bis 350. Bei 30 bis 50 Prozent Geschwindigkeitsgewinn kannst du die 30 Prozent Match-Rabatt auffangen, wenn du deinen Stundensatz als Zielgröße im Kopf behältst.

Die Falle ist der Umkehrschluss: Wer nur nach billable Zeilen rechnet und die Produktivität ignoriert, unterbietet sich selbst. Wer nur nach Rohzeilen rechnet und die Matches nicht einpreist, verliert bei jedem Agenturauftrag mit TM. Die Kunst ist, beides im Angebot transparent zu haben.

So rechnest du Stundensatz, Zeilenpreis und Wortpreis ineinander um

Zeit für die Mathematik. Die Faustregel: 55 Anschläge entsprechen grob 8 Wörtern Fließtext. Damit hast du die Brücke zwischen Zeilen- und Wortpreis. Die Brücke zum Stundensatz braucht eine Annahme über deine Produktivität — also wie viele Zeilen du pro Stunde schaffst.

Ein konkretes Beispiel: Du hast dir einen Ziel-Stundensatz von 65 Euro errechnet. Bei ruhiger Fachtext-Übersetzung schaffst du 40 Normzeilen pro Stunde. Dann liegt dein Zeilenpreis bei 65 Euro geteilt durch 40 Zeilen, also 1,63 Euro pro Normzeile. Umgerechnet auf Wortpreis bei 8 Wörtern pro Zeile: 1,63 Euro geteilt durch 8 ergibt ungefähr 0,20 Euro pro Wort.

Die Gegenprobe: Wenn eine Agentur dir 1,40 Euro pro Zeile anbietet und du mit TM 60 Zeilen pro Stunde schaffst, bist du bei 84 Euro Roh-Stundenumsatz. Fällt die billable Quote durch Match-Rabatte auf 70 Prozent, landest du bei effektiv 58,80 Euro pro Stunde — unter deinem Ziel. Das Angebot kippt. Entweder du verhandelst den Zeilenpreis, verzichtest auf die Match-Rabatte oder lehnst ab. Solche Rechnungen kannst du in unserem Stundensatz-Kalkulator für Übersetzer direkt durchspielen — inklusive Match-Staffel-Korrektur.

Die Grundformel für den Stundensatz selbst — Lebenshaltung plus Geschäftskosten plus Gewinnmarge geteilt durch billable Stunden — bleibt die gleiche wie für alle Selbstständigen. Wer noch keinen stabilen Stundensatz hat, arbeitet sich am besten erst durch die Basisrechnung in unserem Leitfaden zum Stundensatz für Selbstständige und leitet dann Zeilen- und Wortpreis daraus ab.

Fachgebiete und Sonderfälle — wann Preise nach oben rutschen

Nicht alle Zeilen sind gleich. Recht, Medizin, Pharma und Patente liegen systematisch am oberen Ende der Preisspanne. Der Grund ist nicht Marketing, sondern Haftung und Kompetenznachweis. Ein Übersetzungsfehler in einem Medikamenten-Beipackzettel oder einem Gerichtsurteil hat andere Konsequenzen als ein holpriger Marketing-Flyer.

Beglaubigte Übersetzungen (auch vereidigte oder bestätigte Übersetzungen genannt) sind ein eigenes Kapitel. Dafür brauchst du eine öffentliche Bestellung oder Beeidigung durch ein Landgericht. Der Aufwand pro Urkunde ist hoch: Stempel, Unterschrift, Beglaubigungsvermerk, Postversand — selbst bei kurzen Dokumenten. Deshalb gibt es für beglaubigte Einzelurkunden oft einen Mindestsatz von 40 bis 60 Euro pro Stück, unabhängig von der Zeilenzahl.

Technische Übersetzungen sind ein Sonderfall: Sie profitieren überproportional von CAT-Tools, weil Wiederholungen hoch und Terminologie-Datenbanken zentral sind. Hier sind Match-Rabatte besonders heftig, aber die Produktivität auch. Literarische Übersetzungen folgen meistens einer anderen Logik — Pauschalen, Prozentbeteiligungen, Auflagen-Tantiemen — und lassen sich kaum über Normzeilenpreise abbilden.

Ein praktischer Hinweis zur Verhandlung: Wenn du in einem Fachgebiet mit Haftungsrisiko arbeitest, begründe den höheren Preis im Angebot. Nicht rechtfertigend, sondern sachlich. „Medizinische Fachübersetzung mit Terminologie-Recherche, 4-Augen-Prinzip" klingt anders als „gerne 2,20 pro Zeile". Kunden, die den Unterschied sehen, zahlen ihn auch.

Fazit — ein Preisgerüst, drei Sichten

Der Übersetzermarkt hat drei Abrechnungssichten auf dasselbe Produkt. Der Stundensatz ist deine Innenrechnung und das ehrlichste Werkzeug zur Margenkontrolle. Der Normzeilenpreis ist die deutsche Fakturierungsform und in Gerichtsaufträgen verbindlich nach JVEG. Der Wortpreis ist die internationale Sprache, besonders zu englischsprachigen Kunden.

Starte mit dem Stundensatz, leite Zeilen- und Wortpreis daraus ab, und prüfe bei jedem CAT-Angebot, wie viele Rohzeilen nach Match-Rabatten als billable Zeilen übrigbleiben. Die Produktivität mit TM kompensiert einen Teil der Rabatte — aber nur, wenn du deinen Ziel-Stundensatz im Auge behältst. Wer nach reinen Zeilenpreisen kalkuliert, ohne den Stundensatz-Anker, lässt Geld liegen.

Zum Schluss der pragmatische Blick: Das JVEG mit seinen 1,95 bis 2,30 Euro pro Zeile markiert die Untergrenze. Der BDÜ-Honorarspiegel mit 50 bis 80 Euro pro Stunde markiert das realistische Marktmittel. Fachgebiete mit Haftung liegen darüber. Agenturen kürzen durch Match-Rabatte nach unten. Dein Job ist, die Brücke zwischen diesen Welten zu bauen — in jedem einzelnen Angebot.

TL;DR

Übersetzer arbeiten mit drei Abrechnungsgrößen: Stundensatz, Normzeilenpreis (55 Anschläge im Zieltext) und Wortpreis (meist Ausgangstext). Das JVEG schreibt für Gerichte 1,95 bis 2,30 Euro pro Normzeile vor, der BDÜ-Honorarspiegel zeigt marktübliche 50 bis 80 Euro pro Stunde für Fachübersetzer. CAT-Tools wie Trados oder memoQ drücken die billable Zeilenzahl durch Match-Rabatte auf rund 70 Prozent — gleichzeitig steigt die Produktivität um 30 bis 50 Prozent. Wer den Stundensatz als Anker nimmt und in Zeilen- und Wortpreis umrechnet, behält auch mit TM-Rabatten die Marge.

FAQ

Was ist eine Normzeile bei Übersetzungen?

Eine Normzeile hat 55 Anschläge inklusive Leerzeichen im Zieltext. 30 Normzeilen ergeben eine Normseite. Die Konvention ist in DACH etabliert, aber keine formale Norm — weder DIN 2345 noch EN 15038 definieren sie präzise.

Wie hoch ist der Stundensatz für Übersetzer in Deutschland?

Fachübersetzer liegen laut BDÜ-Marktumfragen typischerweise bei 50 bis 80 Euro pro Stunde. Recht, Medizin und Patentübersetzungen rangieren am oberen Ende, allgemeine Texte eher am unteren Rand. Für gerichtliche Aufträge nach JVEG gelten feste Zeilenhonorare statt Stundensätzen.

Was kostet eine Normzeile Übersetzung?

Im gerichtlichen Bereich (JVEG) 1,95 bis 2,30 Euro pro Normzeile, gestaffelt nach Dateiformat und Schwierigkeit. Im freien Markt liegen Zeilenpreise für Fachtexte üblicherweise zwischen 1,55 und 2,00 Euro, bei spezialisierten Fachgebieten deutlich höher.

Was bedeutet Fuzzy-Match bei CAT-Tools?

Fuzzy-Match heißt, dass das Translation Memory ein Segment nur teilweise wiederfindet. Typische Staffel: 95-99 Prozent, 85-94 Prozent, 75-84 Prozent. Agenturen rabattieren Fuzzy-Matches anteilig — je höher die Übereinstimmung, desto niedriger der Preis pro Zeile.

Lohnt sich ein CAT-Tool für Selbstständige?

Für Fachübersetzer mit wiederkehrenden Kunden oder ähnlichen Textsorten fast immer. Die Produktivitätsgewinne kompensieren die Match-Rabatte, die Terminologie wird konsistent, und die Revision wird schneller. Open-Source-Alternativen wie OmegaT senken die Einstiegshürde auf null.